ABC/CBRN – Atomare Katastrophen

 

atomare Katastrophen können u.a. hervorgerufen werden durch:

  • die Explosion eines oder mehrerer Reaktoren von Atomkraftwerken (GAU), durch verschiedene Ursachen ausgelöst (siehe u.a. Tschernobyl 1986, Fukushima 2011 u.a.m.)

  • die Explosion verlorengegangener oder absichtlich auf dem Meeresboden stationierter atomarer Spreng-Körper (dazu gehören auch versunkene Atom-U-Boote)

  • den (kontrollierten ?) Absturz von Raumstationen oder von Satelliten mit radioaktiven Materialien an Bord (Reaktor für Strom-Erzeugung oder Antrieb)

  • die Verseuchung des Trinkwassers einer Stadt oder Region durch Terroristen oder einen GAU

  • die Zündung eines atomaren Sprengkörpers durch Terroristen oder einen feindlichen Staat ("saubere" oder "schmutzige" Bombe)

  • die Explosion eines Transport-Behälters für abgebrannte Kernbrennstäbe ("Castor")

  • die Überflutung von Zwischen- und Endlager-Stätten für radioaktiven "Abfall" als Folge von Explosionen, Erdbeben, Vulkan-Ausbrüchen, Niederschlägen u.a.m.

  • der "Schlag-Abtausch" mit atomar bestückten Flugkörpern = Kernwaffen-Krieg

 

die Folgen wären u.a.:

  • Austritt + Verbreitung von radioaktivem Material, welches weite Landstriche oder die ganze Welt überzieht und als Fallout den gesamten Boden, die Luft und das Wasser verseucht mit darauffolgender Aufnahme von radioaktiven Materialien durch Pflanzen, Tiere, Menschen (Strahlen-Krankheit)
  • Unmöglichmachung der Landwirtschaft zur Nahrungs-Erzeugung

  • jahrzehntelange Verseuchung von Luft, Boden, Wasser, Chaos, Gewalt, Hungersnöte

  • unumkehrbare Schädigung des Erbgutes von Mensch, Tier und Pflanze auch bei minimalster Aufnahme von radioaktiven Substanzen oder deren Spaltprodukten durch Atmen, Essen, Trinken und über Wunden

  • Brände. welche sich zu einem nicht zu bändigendem Feuersturm entwickeln können u.v.a.m.

 

Wirkungen von atomaren Sprengsätzen oder Explosionen von Atom-Reaktoren 

  • die Druckwelle – Kurzzeit-Wirkung

  • die radioaktive Sofort-Kernstrahlung (Alpha-, Beta-, Gamma- & Neutronen-Strahlung) – Kurzzeit-Wirkung & Langzeit-Wirkung

  • die Licht-Hitze-Strahlung – Kurzzeit-Wirkung

  • der EMP-Impuls – Langzeit-Wirkung bis zum Ersatz der ausgefallenen/zerstörten elektronischen Geräte

  • die radioaktive Rest-Kernstrahlung/Fallout (Alpha- & Beta-Strahlung, radioaktive Zerfalls-Produkte) – Langzeit-Wirkung über viele Jahrzehnte 

 

Schutz + 1.Hilfe 

Gegen die plötzliche Explosion einer Atomwaffe in Ihrer "Nähe" gibt es keinen Schutz: Sie werden zerstrahlt, zerquetscht, erstickt, verbrannt, pulverisiert.

Sollten Sie ganz in der Nähe geschlafen/gestanden haben, dann hatten Sie Glück: Sie merken es nicht einmal, Sie brauchen nicht zu leiden wie eventuell Überlebende. 

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie nicht zerstrahlt oder verbrannt werden, sondern Sie die "Chance" bekommen, mit in den Körper aufgenommenen radioaktiven Staub-Teilchen (Fallout) strahlenkrank zu werden.

Dies kann ganz leicht passieren beim "kontrollierten" Absturz ausgedienter Raumstationen oder außer Kontrolle geratener Satelliten mit radioaktiven Substanzen an Bord oder auch bei oberirdischen/unterirdischen Atom-Explosionen bzw. der Explosion von Lagern mit radioaktiven Materialien oder deren Kontakt mit dem Grundwasser (AKW, Zwischenlager, Endlager). 

Die Bezeichnung „schwach radioaktiv“ bedeutet nicht, daß Sie nicht strahlenkrank werden können – Sie können es, mit DNA/DNS-Schäden über viele Generationen hinaus. 

Sollten Sie einige Dutzend bis Hundert Kilometer entfernt gewesen sein oder sich gerade in einem Bunker befunden haben, dann haben Sie evtl. einige Chancen zu überleben. 

  • Gegen die Druckwelle, die radioaktive Sofort-Kernstrahlung und die Licht-Hitze-Strahlung schützt man sich durch den Aufenthalt in einem Schutzraum ( Schutzkeller, Schutzbunker, Unterstand), durch das Hinwerfen hinter eine Deckung oder in einen Graben oder man ist weit genug entfernt vom Nullpunkt/Explosions-Punkt. 
  • Gegen das Einatmen des Fallouts (u.a. radioaktiv verstrahlte Staub-Partikel) und seine Wirkung auf den menschlichen Organismus kann man sich behelfsmäßig folgendermaßen schützen: Staubmasken/Gasmasken vor Mund + Nase, Bedecken der Haut, Zubinden von Hosenbeinen + Jackenärmeln, Anziehen von Handschuhen; staubdichte Entsorgung verseuchter Kleidung, Ganz-Körper-Duschen; Haare abschneiden, Einnahme von Kaliumjodid 65 mg im Fall der Freisetzung von radioaktivem Jod, um die freien Speicher der Schilddrüse zu füllen, damit sich dort nicht radioaktive Jodpartikel einlagern können; der Verzehr von staubdicht gelagertem Wasser und Nahrungsmitteln; das Vermeiden eines Daueraufenthaltes in radioaktiv verseuchten Gebieten; die Unterbringung in Wohnungen mit Gas-/Staub-Schleusen; die Staub-Entfernung von Haus + Fahrzeug; die Abtragung und (sichere ?) Lagerung von radioaktiv verseuchter Erde; die Einnahme von Mitteln, welche den Körper widerstandsfähiger machen gegen die biologische Wirkung radioaktiver Strahlung machen – auch prophylaktisch sinnvoll.
  • Bergung und Versorgung von Verletzten unter Beachtung des Selbstschutzes (Meßgeräte, Schutzmaske, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung), Verbinden von Wunden, um auch radioaktivem Staub keinen Zugang zu gewähren etc.
  • Lebensmittel: staubdicht gelagert sowie sauberes und filtriertes Wasser; Ernte + Lagerung von nicht verseuchter Nahrung; sobald es die Lage zuläßt, die reife Nahrung ernten (Obst, Gemüse etc.) und sofort mit sauberem Wasser den evtl. vorhandenen Staub abspülen.
  • Kontrolle der allgemeinen Verstrahlung/Kontamination mit guten (!) Meßgeräten
  • mit radioaktivem Fallout können auch Medikamente + Heil-Pflanzen verseucht sein – lagern Sie vorher welche sicher ein und/oder weichen Sie auf andere Heilmethoden aus (Akupunktur, Akupressur, Biochemie etc.); Sie können Heilpflanzen-Zubereitungen auch selbst homöopathisch verdünnen, dann hält Ihr Vorrat länger und Sie können mehr Patienten behandeln
  • Bei atomaren Katastrophen und der Freisetzung von radioaktivem Jod/Jod 131 etc. ist die Einnahme von Jod-Tabletten (Kaliumiodid/Kaliumjodid 65 mg) angezeigt, um die Jod-Depots der Schilddrüse aufzufüllen; dadurch soll kein Platz mehr sein für radioaktives Jod, welches sich in der Schilddrüse ablagern könnte.                                                   Voraussetzung: Sie wissen, daß radioaktives Jod freigesetzt wurde und haben die Jod-Tabletten (65 mg) sofort zur Verfügung; Kaliumjodid 65 mg (Kaliumiodid) kann man in der Apotheke kaufen.                                                 Hinweis: Nehmen Sie zu viel Jod (-Tabletten) , kann es zu einer Jod-Vergiftung (Iodismus) kommen - Packungsbeilage beachten !

Achtung: Bei einer atomaren Katastrophe werden nicht nur radioaktive Jod-Isotope, sondern auch andere Spaltprodukte/Isotope freigesetzt, z.B.: Jod 129, Jod 131, Plutonium 103, Plutonium 106, Plutonium 129, Tellur 132 (beim Zerfall entsteht Jod 132), Strontium 90, Ruthenium 103, Ruthenium 106, Cäsium 134, Cäsium 137 und noch etliche mehr.

Hier helfen dann nur (provisorischer) Atemschutz/Körperschutz, Luftfilter, Wasserfilter, Schutzkeller, Bunker etc...