Vulkan-Ausbruch

 

Weltweit gibt es ca. 1900 aktive + ruhende Vulkane - sie befinden sich überall an Land, auf See oder unter Wasser – siehe z.B. Italien, Indonesien, Hawaii, Alaska, USA, Japan, Kamtschatka, Afrika, Neuseeland, Island, Deutschland u.s.w.

Vulkan-Ausbrüche lassen sich wie Erdbeben, Meteoriten-Einschläge und andere Natur-Katastrophen nicht verhindern.

Im Gegensatz zu Erdbeben werden Sie jedoch oft schon vorher Anzeichen bemerken, welche auf einen Ausbruch hindeuten: Rauchschwaden über dem Vulkan, kleine Explosionen und Erschütterungen, das Auftreten zahlreicher kleiner Gas- und Wasser-Quellen, unnatürliches Verhalten von großen + kleinen Tieren (Flucht, Abwanderung), Vegetations-Sterben,            Tier-Leichen und einiges andere mehr.

Sicher kann/könnte sich der Vulkan auch wieder beruhigen - er kann/könnte aber auch mit solcher Schnelligkeit und Wucht ausbrechen, dass Ihnen keine Zeit mehr für eine Flucht bleibt !

Legen Sie schnellstmöglich die größtmögliche Strecke zwischen sich und den verdächtigen Vulkan, denn er kann nicht nur explodieren, Lava und tonnenschwere Steine spucken, sondern auch riesige, glühend-heiße Gas-Asche-Wolken in Ihre Richtung schicken - mit bis zu 1000 km/Stunde !

Beispiel: Die Gaswolke des Vulkans La Soufriére 1997 auf der Karibik-Insel Montserrat hatte eine Temperatur von 850°C und schoss mit einer mittleren Geschwindigkeit von 118 Metern pro Sekunde aus dem Vulkan - wie schnell sind Sie mit Ihrem Auto auf freier und ebener Strecke ?

Steht der Wind ungünstig für Sie, fällt eine solche Wolke über Sie her - Sie ersticken, verbrennen, verkohlen und werden (wenn es schnell geht) für die nächsten hundert oder tausend Jahre unter der Asche begraben – siehe Santorin/Griechenland (versch. Ausbrüche), Vesuv/Pompeij/Italien 79, Krakatau/Indonesien 1883, Mount St. Helens/USA 1980, Pinatubo/Indonesien 1991, Ontake/Japan 2014 etc..

Die Dicke der Asche-Schichten kann je nach Ort, Windrichtung, Ausbruchs-Dauer, Ausbruch-Stärke etc. zwischen 0,5 cm und 30 m und mehr (!) betragen – alles Leben erstickt darunter auf Jahre und Jahrzehnte; zwei Ausbrüche des Santorin (Thera) z.B. ergaben eine Bimsstein-Schicht von ca. 70 m Dicke/Höhe.

In einigen Gebieten der Erde wurden auch Lava-Schichten von ca. 15-30 m Dicke/Höhe entdeckt.

Hilfe ist bei einem solchen Ausbruch nicht zu erwarten, weil alle mit sich zu tun haben und ihr eigenes Leben retten müssen.

 

Wenn Sie glauben, dass es in Deutschland keine Vulkan-Ausbrüche gab oder gibt, dann korrigieren Sie ab jetzt ihre Ansicht:

In Deutschland z.B. gibt es viele erloschene bzw. ruhende Vulkane, besonders in der Eifel und im Bereich des Erzgebirges zwischen Bayern, Vogtland und Tschechien oder in der Oberlausitz. Und das Vogtland ist ein geologisch junges Vulkan-Gebiet.

In der Eifel (Deutschland, Frankreich) herrscht die größte Vulkan-Dichte der Erde: die Überreste von 400 Vulkanen innerhalb eines Gebietes von ca. 2000 km² ! Und es ist ein aktives Vulkan-Gebiet - auch wenn Sie selbst dies noch nicht bemerkt haben sollten. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Ausbruchs ist so groß wie die eines atomaren GAU (AKW) - laut geologischer Statistik brechen die Eifel-Vulkane alle 10 000 Jahre aus - der letzte Ausbruch war vor ca. 13 000 Jahren.

Und momentan (seit wann ?) füllen sich u.a. die Magma-Kammern des Laacher Sees wieder, wie Forscher herausgefunden haben. Und dieser Vulkan befindet sich nur rund 24 km von Koblenz entfernt und rund 40 km von Bonn - aber auch Rostock und Hamburg wären nicht weit genug entfernt, um im Falle eines Ausbruchs als dauerhaft "sicher" zu gelten. 

Der momentan größte bekannte Vulkan der Erde: das Tanu-Massiv im Nordwestpazifik; letzter Ausbruch vor ca. 130 Millionen Jahren, die Grundfläche des Vulkans am Meeresboden ist ungefähr so groß wie ganz Großbritannien

Ein Ausbruch hätte globale dramatische Folgen – auch für Europa mit seiner stark anfälligen Infrastruktur.

Es gibt an vielen Orten der Erde etliche für Laien äußerlich nicht erkennbare riesige Magma-Kammern (sogenannte „Hotspots“) unter der Erd-Oberfläche, in welchen das geschmolzene Magma mit einem gewaltigen Druck nach oben drängt.

Diese Hotspots sind u.U. vielleicht nicht ganz so riesig wie der Hotspot unter dem Yellowstone-Nationalpark in den USA (ein sogenannter „Super-Vulkan“, welcher schon seit längerem als „überfällig“ für einen Ausbruch gilt) oder die Hotspots bei Neapel/Italien (Phlegräische Felder, Ätna, Vesuv, Marsili) oder der Santorin oder ganz Neuseeland, sind aber trotzdem sehr imposant und sehr gefährlich - sie können bei einem Ausbruch sehr große Schäden anrichten (Asche, Glutwolken, Erdbeben, Flutwellen, Brände etc.), mit gravierenden globalen Folgen für riesige Landflächen und für alle Kontinente auf Jahre und Jahrzehnte hinaus:

  • Schon 0,5 - 1 cm Asche auf dem Erdboden erstickt alle am/im Boden keimenden und wachsenden Nahrungs-Pflanzen wie Getreide, Obst + Gemüse für Jahre und Jahrzehnte; die Folgen sind Hungersnöte, Krankheiten, Revolten, Bürgerkriege, Kriege etc..
  • Das bei Vulkan-Ausbrüchen frei werdende Schwefeldioxid verbindet sich in der Atmosphäre mit dem dort befindlichen Wasser zu Schwefelsäure und regnet im „harmlosesten“ Fall als saurer Regen zu Boden. Mögliche Folgen: Atem-Probleme, Haut-Probleme, Boden-Versäuerung/-Vergiftung, Tier-Sterben, Trinkwasser-Probleme, Nahrungsmittel-Probleme = soziale Unruhen, Bürgerkriege ...
  • die eingeatmete Asche kann zum Tod durch Ersticken führen
  • Vulkan-Ausbrüche können durch die Verdunklung des Himmels mit Asche auch eine neue „kleine“ Eis-Zeit hervorrufen – für Monate, Jahre, Jahrzehnte (siehe „Eiszeit“).

Beispiel 1: Vor 250 Mio. Jahren brachen in Sibirien viele Vulkane aus – dieser Ausbruch dauerte ca. 700 Jahre (oder mehr !), verdunkelte tausende/millionen Jahre lang weltweit den Himmel und lagerte ebenfalls weltweit Asche ab.

Als Folge der Verdunklung der Atmosphäre kühlte sich weltweit die Temperatur ab und unterbrach als direkte Auswirkung das sogenannte „globale Förderband“ - die sich durch die Ozeane ziehenden warmen und kalten Wasser-Strömungen; diese Strömungen brachen zusammen, Stillstand setzte ein, es wurde ziemlich kalt.

Die Auswirkungen waren verheerend und lösten das bisher bekannte weltweit größte Arten-Sterben aus.

 

Beispiel 2: Die Eruption des Ilopango (El Salvador, Mittel-Amerika) vor ca. 1500 Jahren (ca. 429); warf mindestens 10-20 x so viel Eruptions-Masse wie der Mount St. Helens 1980 (USA/Nord-Amerika); die Asche minderte das Sonnen-Licht um ca.,

10 %, Folgen: Ernten/Pflanzen verdorrten, Epidemien, Hungersnöte etc. folgten; die Pest brach in Afrika + Europa aus

 

Beispiel 3:  Die Eruption des Tambora in Indonesien 1815 löste ebenfalls weltweite Klima-Veränderungen mit Ernte-Ausfällen, Hungersnöten und starken Gesundheits-Belastungen bei Menschen + Tieren aus.

 

Beispiel 4: Die Eruption des Krakatau in Indonesien  1883 löste eine Flutwelle von ca. 37 m Höhe aus - was können Sie da noch tun ? Und: Sie schwappte mehrmals um den Globus.

 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es im Schnitt alle 17 000 Jahre (+/- X x 1000 Jahre) zum Ausbruch eines Super-Vulkans kommt – wann kommt also der nächste Ausbruch ?

Und was könnten die Auslöser sein – Druckverhältnisse im Erdinnern, Plattentektonik, "wissenschaftliche Probe-Bohrungen (!)“, Förderung von Bodenschätzen, Weltraum-Einflüsse, Sonnen-Aktivitäten, Meteoriten-Einschläge ... ?  

Der Vulkanismus steht in Zusammenhang mit Erdbeben und der Sonnen-Aktivität (Sonnen-Flecken).

 

Hinweis: In der Nähe Neuseelands (welches selbst auf/an einer exponierten Stelle/Spalte liegt !) wurde eine mehrere Millionen Quadratkilometer große Wasserfläche entdeckt, deren Temperatur mehrere Grad über der Wasser-Temperatur der umliegenden Wasser-Fläche liegt. Dies könnte auf eine sehr starke Erwärmung des Meeresbodens hinweisen und damit auf einen möglicherweise bevorstehenden (Monate, Jahre ?) Vulkan-Ausbruch. 

 

         Vorsorge + Schutz

  • Klettern Sie nicht auf einen rumorenden Vulkan, auch wenn sogenannte (oft einheimische) „Experten“ Sie dazu überreden wollen – wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert ? Denken Sie mal kurz an den Ontake/Japan im September 2014 !
  • Legen Sie schnellst-möglich die größtmögliche Entfernung zwischen sich und den Vulkan zurück - 20 km sind gar nichts !
  • Legen Sie vorsichtshalber Schutzhelm, gepackten kleinen Fluchtrucksack, mehrere gefüllte Wasserflaschen, Atemschutz (mehrfach - wichtig wegen der Asche !), Leder-Handschuhe, feste Schuhe, Schutzbrille, Verbandszeug etc. griffbereit zurecht; diese Ausrüstung evtl. 2 x lagern - 1 x im Auto und 1 x in der Wohnung !
  • Sollten Sie mit dem Auto fliehen wollen, brauchen Sie mehrere Luftfilter, da die Vulkan-Asche die Auto-Luftfilter schnell verstopft. Tipp: Binden Sie als Grobfilter ein stabiles luftdurchlässiges Tuch vor den Luft-Ansaugstutzen und klopfen sie es regelmäßig aus.
  • Sie benötigen unter Umständen 4 Ersatz-Reifen/Spezial-Reifen, da die heiße Vulkan-Asche die normalen Autoreifen zum Schmelzen/Platzen bringen kann.
  • Fliehen Sie rechtzeitig, vor allen anderen – auf einem Fluchtweg, welchen Sie schon vorher erkundet haben !                     Alle Straßen werden wohl von Flüchtenden verstopft oder zerstört sein.
  • Sind Sie gerade mit einem Boot unterwegs, dann fahren Sie so schnell Sie können vom Vulkan weit weit weg in tiefe Gewässer, um bei einer Vulkan-Explosion der Flutwellen-Gefahr sowie der Gefahr der Verbrennung durch Asche-Glut-Wolken so gut es geht zu minimieren !                                                                                                                                                                Problem: Der See, auf welchem Sie gerade herumschippern, ist vielleicht der Haupt-Krater des Vulkans !?                                 Bsp.: Santorin = Thera (Griechenland), Neuseeland ...

Sollte es zum Ausbruch eines Super-Vulkans kommen, dann benötigen Sie auf Jahre hinaus Vorräte an trinkbarem Wasser, Nahrung, Kleidung, Heizung, Medikamenten, Samen, Verbrauchs-Gütern aller Art etc. - können Sie das alleine stemmen ?