kleines Tauch-ABC

 

Beim Tauchen gilt immer: Safety first !!!

 

AAS – engl.: alternative air source – alternative Luft-Quelle (z.B. der Oktopus)

ABC – steht für ABC-Ausrüstung/Taucher-Grundausrüstung; hier: Maske, Flossen, Schnorchel; evtl. noch Füßlinge + Schwimmweste

ABLJ – engl.: adjustable buoy life jacket – Tarier-Weste; die ursprüngl. Variante

Abtrieb – die Tendenz eines Körpers, im Wasser zu sinken/versinken; auch: negativer Auftrieb

ADV – adjustable divers west – eine bestimmte Art der Tarier-Weste

AED – Automatischer Externer Defibrillator; der AED wird zur Behandlung eines Herz-Stillstandes oder bei Kammerflimmern eingesetzt; der AED erkennt selbständig bestimmte Parameter und leitet automatisch die entsprechende Behandlung ein; der AED kann auch durch Laien eingesetzt werden, da er entweder mit Piktogrammen/Bildern oder durch Sprach-Befehle

AGE - engl.: arterial gas embolism – eine Arterielle Gas Embolie; die Luft kann nicht aus der Lunge entweichen; Ursache: zu schnelles Auftauchen (siehe: Air-Trapping), Stimmritzen-Krämpfe, Lungen-Missbildungen, Asthma, Bronchitis); Folgen u.a.: Lungenrisse – siehe: 1.Hilfe !

AI – engl.: assistant instructor - Tauch-Ausbildung + Brevetierung (PADI, NAUI)

Air-Trapping - „eingefangene Luft“; Air-Trapping kann praktisch nur beim Auftauchen passieren/eintreten;; eingeatmete Luft kann nicht mehr entweichen; mögliche Ursachen: Verlegung der Atemwege (z.B. Zunge bei Bewußtlosen) oder durch Verletzungen; beim Air-Trapping können die Alveolen/Lungenbläschen reißen (Überdruck), wodurch dann Luft in die Arterien und somit in das Gehirn eindringen kann (Arterielle Gas-Embolie) - höchste Lebensgefahr !; Spätschäden sind immer möglich /wahrscheinlich – siehe: 1.Hilfe !

Allergie – allergische Reaktionen gegenüber bestimmten Stoffen (Nesselgifte, Medikamente etc.); allergische Reaktionen sollten immer genauestens beachtet werden ! – siehe: 1.Hilfe !

AMV – Atem-Minuten-Volumen; das in einer bestimnmten Zeit (ein-)geatmete Luftvolumen in Liter/min

AOW – engl.: advanced open water – Ausbildung + Brevetierung (PADI)

AOWD – engl.: advanced open water diver; Tauch-Ausbildung + Brevetierung (PADI, SSI)

AP – engl.: absolute pressure – absoluter Druck

Apnoe – aus dem Griechischen: atemlos

Apnoe-Tauchen – Tief-Ttauchen ohne Atemgerät

aqua med – Notruf-Einrichtung, welche auf das Notfall-Management von Tauch-Unfällen spezialisiert ist; aqua med ist der tauchmedizinische Fachbereich der Medical Helpline Worldwide

AR – Atem-Regler, Atemregler; ein Gerät, welches über einen Schlauch mit den Druckluft-Flaschen/dem Tauchgerät verbunden ist und beim Einatmen automatisch Luft in der Höhe des Umgebungs-Druck liefert; der Atemregler besteht aus einer 1. Stufe/Hochdruck-Stufe an der Flasche und einer 2. Stufe/Niederdruck-Stufe im Mund (Lungen-Automat), welche über einen Schlauch miteinander verbunden sind

Atemregler: inflator-orientierter Atemregler - alternative Luft-Versorgung, bei welcher die 2. Stufe mit dem Inflator kombiniert ist

Atem-Reiz – lebensnotwendig; wird vom Gehirn gesteuert und durch einen steigenden Kohlendioxid-Gehalt im Blut ausgelöst

Atemversorgung, Atem-Versorgung – Versorgung des Tauchers mit Atemluft; hierbei wird die Pressluft in den Flaschen auf den (optimalen) Atem-Luftdruck geregelt; auch möglich: Luft-Versorgung über einen langen Atem-Schlauch

ATL – Assistent des Tauch-Lehrers/TL; Ausbildung + Brevetierung von CMAS

Atmosphäre – ATM, atm; der Druck auf Meereshöhe/Meeresniveau, der vom Gewicht einer 103 km hohen und 25km breiten Luftsäule ausgeübt wird

atmosphärischer Druck – der Druck von 1 ATM/atm auf Meeresniveau, ausgedrückt als 1 bar

Aufstieg: Aufstieg durch Auftrieb – ein Aufstieg, welcher durch in das Jacket eingelassene Luft herbeigeführt wird

Aufstieg: Aufstieg unter Oktopus-Atmung – ein Not-Aufstiegsverfahren; es wird ausgeführt, wenn einer der beiden Tauch-Partner keine funktionierende Luft-Versorgung mehr besitzt (Defekte, leere Flasche !!!); dabei wird die Oktopus-Atmung hergestellt und beide Partner steigen gemeinsam mit Hilfe eines oder beider (Tauch-)Jackets auf

Auftrieb – die Tendenz eines Körpers, im Wasser zu schwimmen; auch: positiver Auftrieb genannt

Auftrieb: neutraler Auftrieb – die Tendenz eines Körpers, weder zu steigen noch zu sinken

 

Barotrauma – durch Überdruck (in einem geschlossenen Luftraum) verursachte Verletzung von Körper und/oder Ausrüstung; v.a. betroffen sind Ohren, Nasennebenhöhlen, Lungen, Tauchermaske – siehe: 1.Hilfe !

BC – engl.: buoyancy compensator – Tarier-Weste

BCD – engl.: buoyancy control device – Tarier-Weste

Bends – eine Form der Dekompressions-Krankheit, bei welcher der Patient wegen großer Schmerzen in den Gelenken eine gekrümmte Körperhaltung einnimmt – siehe: 1.Hilfe !

Bergsee-Tauchgang – so wird jeder Tauchgang bezeichnet, welcher in einem mehr als 300m über dem Meeresspiegel liegt; hier müssen spezielle Berg-Tauch-Tabellen verwendet werden

Blei-Taschen – mit Plastik ummantelte Bleigewichte, welche symmetrisch/beidseitig in den dafür vorgesehenen Taschen des Tarier-Jackets getragen werden

Blei: Blei-Gewichte - die Blei-Gewichte gleichen den positiven Auftrieb des Tauch-Anzuges aus; Ausführung als Bleigurt oder als/in Bleitaschen; Blei wird kaum noch verwendet, die Bezeichnung „Blei… „ jedoch z.T. schon noch

Blei: richtige Bleimenge – die Menge an Blei(-Gewichten), welche benötigt wird, um den Taucher während seines gesamten Tauchganges neutral tariert (schwebend) zu halten

Blei-Gurt – ein (Nylon-)Gurt mit einer Schnellabwurf-Schnalle zur (herkömmlichen) Befestigung der (Blei-)Gewichte um die Taille

Brevet, Brevet-Karte – Zertifizierungs-Karte (in Scheckkarten-Größe), welche man nach dem erfolgreichen Abschluss von Tauchgängen und Kursen erhält; das Brevet wird zur Vorlage bei Ausrüstungs-Verleihern, beim Füllen der Tauch-Flaschen oder bei bestimmten Veranstaltungen (Tauch-Reisen) benötigt

BT – engl.: bottom time – Grundzeit

Buddy – Tauch-Partner = wichtigstes Tauch-Zubehör !

 

CAGE – cerebrale arterielle Gas-Embolie; arterielle Embolie im Gehirn

CCCR – engl.: chemically closed circuit rebreather – komplett geschlossenes Kreislauf-Tauchgerät auf chemischer Basis

CCR – engl.: closed circuit rebreather – geschlossenes Kreislauf-Tauchgerät

CD – engl.: course director – Tauch-Ausbildung + Brevetierung (PADI, CMAS)

CESA – engl.: controlled emerhency swimming ascent – kontrollierter Not-Aufstieg

CNS – engl.: central nervous system; siehe: ZNS

CO – chem. Formel für Kohlenmonoxid

CO – chem. Formel für Kohlendioxid

CPR – engl.: cardio-.pulmonary resuscitation – Reanimation, Herz-Lungen-Wiederbelebung; siehe: HLW

 

DAN – engl.: Divers Alert Network; IDAN – International Divers Alert Network; DANE – Divers Alert Network Europe; Organisation für die Sicherheit beim Sport-Tauchen; Haupt-Inhalte: Vermeidung und Management von Tauch-Unfällen; Durchführung von Ausbildungen und Qualifizierungen

DCI – engl.: decompression illness – Dekompressions-Krankheit

DCS – engl.: decompression sickness – Dekompressions-Krankheit

DDC – engl.: deck compression chamber – Dekompressions-Kammer

Dekompressions-Erkrankungen – Sammel-Begriff für Überdruck-Verletzungen; hierunter fallen die arterielle Gas-Embolie, die Dekompressions-Erkrankung/DCS u.a.m. ; Haupt-Ursache: zu schneller Übergang des in den Körper-Geweben gespeicherten Stickstoffs aus der Atemluft in die Blutbahn durch zu schnelles Auftauchen (bezogen auf die Gesamt-Tauchzeit) – siehe: 1.Hilfe !

Dekompressions-Krankheit – eine (lebensgefährliche) Erkrankung des Körpers durch Stick-Stoff-Übersättigung; entsteht z.B. beim zu schnellen Auftauchen

Dekompressions-Tauchgang – Bezeichnung für einen Tauchgang, bei welchem die Nullzeit-Grenzen der Tauch-Tabelle überschritten werden; zur Abatmung des überschüssigen Stickstoffes müssen daher während des Aufstiegs sogenannte „Dekompressions-Stopps“ eingehalten werden

DIN – Deutsches Institut für Normung; meint hier: den nach DIN EN 144-2/3 und ISO 12209-2 genormten Druckluftflaschen-Anschluss

DM – engl.: divemaster – Tauch-Ausbildung + Brevetierung (PADI, NAUI, SSI)

DNF – engl.: do not fly – die Zeit, in welcher ein Taucher nach einem Tauch-Gang nicht höher als 400 m über dem Tauch-Platz/-Ort steigen sollte

Doppler-Nullzeitgrenzen – empfohlene Nullzeit-Grenzen, welche auf Doppler-Ultraschall-Tests beruhen; sind im Gegensatz zu den Tauch-Tabellen der US Navy „konversativ“

DPV – engl.: dive propulsion vehicle – Tauch-Scooter

Druck-Ausgleich – Zufuhr von Luft in einen geschlossenen Luftraum, um den Innnendruck an den aktuellen Umgebungs-Druck/Außen-Druck anzupassen

Druck-Kammer – ein druckfester Behälter aus Stahl, in welchem Taucher zur Behandlung eines Dekompressions-Unfalls oder einer Embolie oder anderer Überdruck-Erkrankungen behandelt werden; die Behandlung erfolgt unter (hohem) Druck mit Druckluft oder reinem Sauerstoff

DT – engl.: dive table – Dekompressions-Tabelle

DTG – Druckluft-Tauchgerät

DTSA – Deutsches Tauchsport-Abzeichen; eine Auszeichnung des VDST

 

EAN, EANx – engl.: enriched air nitrox – eine Bezeichnung für „Nitrox

EAP – engl.: equivalent air pressure – der äquivalente Absolutdruck beim Tauchen mit „Nitrox“

EBS – engl.: emergency breathing system – Notfall-Luftquelle (z.B. Oktopus)

ECCR – engl.: electronic complet closed rebreather – elektronisch gesteuertes, komplett geschlossenes Kreislauf-Tauchgerät

EFR – engl.: emergency first response – ein 1.Hilfe-Kurs mit Reanimation/Herz-Lungen-Wiederbelebung

END – engl.: equivalent narcotic depht – die Tiefe, ab der Trimix, Heliox oder Hydreliox narkotisch wirken

Erste Stufe/1.Stufe – der Teil des Atem-Reglers, der am Ventil des Tauch-Gerätes/der Tauchflaschen befestigt wird; die 1.Stufe reduziert die Hochdruck-Luft in jeder beliebigen Wassertiefe auf einen Mittel-Druck, welcher ca. 7-10 bar über dem Umgebungs-Druck liegt; siehe auch: Zweite Stufe/2.Stufe

 

FFM – engl.: full face mask – Voll-Maske, Vollgesichts-Maske

Finimeter = Manometer; Gerät zur Messung des Luftdruckes/der Luftreserve in den Tauch-Flaschen; siehe auch: Erste Stufe/1.Stufe, Zweite Stufe/2.Stufe; Manometer

Flossen – Ausrüstung-Teil des Tauchers/Schwimmers/Schnorchlers, welches an den Füßen getragen wird; die Flossen erhöhen die Kraft + Effektivität des Beinschlages und reduzieren die aufzuwendende Energie beim Schwimmen; es gibt auch Mono-Flossen (beide Füße in einer Flosse)

 

GGZ – Gesamt-Grund-Zeit; GGZ = TGZ + RSZ

Grundzeit: Gesamt-Grundzeit/GGZ – GGZ = TGZ + RSZ

Grundzeit: Tatsächliche Grund-Zeit/TGZ – die bei Wiederholungs-Tauchgängen tatsächlich unter Wasser verbrachte Zeit ohne alle Zuschläge (z.B. RSZ)

Grundzeit, GZ – die Grundzeit ist die Zeitspanne vom Beginn des Abtauchens bis zum Beginn des Auftauchens

GTÜM – Gesellschaft für Tauch- + Überdruck-Medizin e.V.; ein gemeinnütziger Verein, welcher auf dem Gebiet der Tauch-Medizin tätig ist

 

HBOT – Hyperbare Sauerstoff-Therapie; Überdruck-Behandlung (Druckkammer) bei Tauch-Unfällen (Dekompressions-Unfall)

HD – Hochdruck; Tauch-Ausrüstung für 200 bar oder 300 bar Flaschen-Druck; siehe auch: HP

Heliox - Tauch-Gas -Mischung aus Sauerstoff und Helium; siehe auch: HPNS

HLW – Herz-Lungen-Wiederbelebung; wie CPR

HP – engl.: high pressure – der Hochdruck-Abgang an der 1.Stufe eines Atem-Reglers; sieh auch HD

HPNS – engl.: high pressure nervous syndrom ; Bezeichnung für neurologische Phänomene (z.B. Muskel-Zittern, Übelkeit, Müdigkeit, Haltungs-Instabilität ...), welche beim Tauchen mit Heliox in Tiefen von ca./mehr als 120 m auftreten können

HSA – engl.: handycap scuba association – Organisation für das Tauchen von/mit Behinderten

Hyperthermie – Überhitzung; geschieht häufig durch das Tragen des geschlossenen Taucheranzuges an Land bei höheren Luft-Temperatruren; siehe: Hypothermie

Hyperventilation – schnelle, flache und teilweise unkontrollierte Atmung, welche häufig durch Angst + Stress hervorgerufen wird; die Hyperventilation führt zu verminderter Konzentration von Kohlendioxid im Blut und kann Angst, Kopfschmerzen und Erstickungs-Gefühle hervorrufen; durch den nicht vorhandenen nötigen Gehalt an Kohlendioxid kann kein vernünftiger Atem-Reflex ausgelöst werden kann ! siehe: 1.Hilfe !

Hypothermie – Unterkühlung; der Zustand des Körpers beim Absinken der Körper-Kerntemperatur unter den allgemeinen Normalwert von 37°C; Symptome bei schwerer Unterkühlung u.a. Verwirrung, bläuliche Haut, Koordinations-Störungen, Bewußtlosigkeit – siehe: 1.Hilfe !; siehe: Hyperthermie

Hypoxie – Unterversorgung der Körpergewebe mit Sauerstoff; Ursache: verminderte Sauerstoff-Konzentration im Blut; verschiedene Ursachen, z.B. Herz-Erkrankungen, Gefäß-Erkrankungen, allgemeiner Sauerstoffmangel, Vergiftung mit Kohlenmonoxid etc., falsch befüllte Taucherflaschen – siehe: 1.Hilfe !

 

IAC – engl.: international aquanautic club – ein internat. Tauchsport-Verband mit Sitz in Essen/Deutschland

IAHD – engl.: international association for handicapped divers – eine Organisation für das Tauchen von/mit Behinderten

IDC – engl.: instructor development course – Tauchlehrer-Ausbildung (PADI)

IE – engl.: instructor examination – Tauchlehrer-Prüfung (PADI)

Inflator – Vorrichtung/Gerät zum Ein- + Auslassen von Luft in in das Tarier-Jackets; kann auch zur alternativen Luft-Versorgung genutz werden; siehe: Power-Inflator; inflator-orientierte Luftversorgung

Inflator: orale Inflator-Funktion – ein am Tarier-Jacket angebrachter Schlauch, welcher es erlaubt Luft mit dem Mund in das Tarier-Jacket zu blasen

Inflator: Power-Inflator - ein Bestandteil des Tarier-Jackets, erlaubt das schnelle Einblasen von Luft aus dem Tauch-Gerät in das Tarier-Jacket; der Power-Inflator wird dazu an den Niederdruck-Abgang der 1. Stufe angeschlossen

Instrumenten-Konsole – Konsole (Gehäuse) für mehrere wichtige Tauch-Instrumente; kann Tiefenmesser, Manometer/Finimeter, Tauch-Computer, Kompass, Uhr enthalten; wird über einen Hochdruck-Schlauch an die 1. Stufe angeschlossen

INT – Bezeichnung für den nach ISO 12209-3 genormten Druckluftflaschen-Anschluss

IP – engl.: intermediate pressure – der Mittel-Druck eines Atem-Reglers

IT – engl.: instructor trainer – Tauchlehrer Ausbildung + Brevetierung (PADI, NAUI)

ITC – engl.: instructor training course – Tauchlehrer-Ausbildung (SSI)

 

Jacket – siehe: Taucher-Jacket, Taucher-Weste

 

Kompass – Instrument zur Bestimmung der Richtungen mit Hilfe des Erdmagnetfeldes

Konsole – kompakte Halterung für verschiedene Tauch-Instrumente wie Manometer/Finimeter, Kompaß, Tauch-Computer, Uhr , Tiefenmesser, Thermometer etc.

Korallen – Tiere, welche in groß0en Kolonien leben und ein Kalk-Skelett aufbauen; die Korallen beherbergen kleine Algen, welche den Korallen die Farbe „geben“

Krustentiere – Krabben, Krebse etc.; zur Familie der Gliederfüßler gehörend; meist im Wasser lebend (aquatisch)

 

LP – engl.: low pressure – Mittel-Druck eines Atem-Reglers

Luft, Atem-Luft – die normale Atem-Luft besteht aus ca. 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,96 % Edelgasen und 0,04 % Kohlendioxid

Luft-Embolie – Überdehnung der Lunge mit Blockierung der Blut-Versorgung des Gehirns und anderer Organe/Körperteile; Ursachen: anhalten der Luft während des Tauchens und Eindringen von Luft-Blasen in den Blut-Kreislauf – siehe: 1.Hilfe !

Luft-Versorgung: alternative Luft-Versorgung– eine zusätzliche 2.Stufe, welche jeder Taucher bei sich führen muss – diese kommt bei der Octopus-Atmung oder bei Defekten des Haupt-Atemreglers zum Einsatz; unterschiedliche Konfigurationen: Zeitautomat/Octopus, separate Luftquelle (z. Bsp. kleine Pony-Flasche mit eigenem Atemregler) oder ein inflator-integrierter Atemregler

Luft-Versorgung: inflator-integrierte Luftversorgung – alternative Luft-Versorgung, bei welcher die 2.Stufe mit dem Inflator kombiniert ist

Luft-Versorgung: unabhängige Luft-Versorgung – eine kleine zusätzliche Taucher-Flasche mit eigenem Atemregler für den Notfall (Pony-Flasche)

Lungen-Automat – siehe: Zweite Stufe/2.Stufe

 

Manometer – auch „Finimeter“ genannt; Messgerät zur Messung des Luftdruckes in den Tauch-Flaschen

Maske, Taucher-Maske - Ausrüstung-Teil des Tauchers/Schwimmers/Schnorchlers, welches im Gesicht getragen wird; umschließt Nase und Augen; gewährt klare Sicht unter Wasser und ermöglicht den Druck-Ausgleich z.B. über den „Nasenerker“ der Taucher-Maske

Maximaltiefe – die maximal erreichte Tiefe während eines Tauchganges; dabei ist die Zeit-Dauer des Tauch-Ganges unwichtig

MD – engl.: master diver – Tauch-Ausbildung + Brevetierung (SSI)

MD – Mittel-Druck; der Mittel-Druck des Atem-Reglers

MDT – engl.: maximum dive time – die maximale Tauch-Tiefe bei einem Tauch-Gang

MGR – engl.: mixed gas rebreather – ein Kreislauf-Tauchgerät für Atemgas-Gemische

MI – engl.: master instructor – eine Tauchlehrer-Ausbildung mit Brevetierung (PADI, SSI)

MOD – engl.: maximum operating depht – die maximale Tauch-Tiefe beim Tauchen mit „Nitrox

MONK – Mannschafts-Orientierung nach Karte; Orientierungs-Tauchen mit einer Unterwasser-Karte

MOP – engl.: maximum operating pressure – der maximale Umgebungs-Druck beim Tauch mit „Nitrox

MSD – engl.: master scuba diver - Tauch-Ausbildung + Brevetierung (PADI, NAUI)

MSDT – engl.: master scuba diver trainer – Tauchlehrer-.Ausbildung + Brevetierung (PADI)

 

N – chem. Formel für Stickstoff

NDL – engl.: no decompression limit – die Null-Zeit

neutraler Auftrieb – die Tendenz eines Körpers, weder zu steigen noch zu sinken

niedere Tiere – (Wasser-)Tiere ohne Wirbelsäule

Nitrox Tauchgas-Gemisch; zusammengesetztes Kunst-Wort aus: Nitrogen + Oxygen; mit Sauerstoff (O₂) angereicherte Luft (je nach Tauch-Tiefe)

NOAA – engl.: national oceanic and atmospheric administration – eine Behörde der USA; forscht unter anderem im Bereich der Tauch-Medizin und veröffentlichte einige für Taucher bedeutsame Standards

Not-Aufstieg: schwimmender Not-Aufstieg – mit den Flossen unterstützter Not-Aufstieg; hierbei wirft der Taucher an der Wasser-Oberfläche seine (Blei-)Gewichte ab

Not-Aufstieg durch Auftrieb – der schwimmende Not-Aufstieg nach dem Ausfall der Luft-Versorgung; hierbei wirft der Taucher die (Blei-)Gewichte ab, um einen sofortigen positiven Auftrieb herzustellen

NTG – Nacht-Tauch-Gang; Tauchen bei Nacht

Nullzeit-Grenzen (NZG) – auf/durch Tauch-Tabellen festgelegte maximal erlaubte Tauch-Zeit in einer bestimmten Tauch-Tiefe, bei der dann (während des Aufstiegs) keine Dekompressions-Stopps notwendig sind

Nullzeit-Tauchgang – Tauchgänge, bei welchen man zu jeder Zeit zur Wasser-Oberfläche aufsteigen kann, ohne Dekompressions-Stopps einlegen zu müssen, da Tauchtiefe und Tauchzeit dies nicht erforderlich machen

NZG – Null-Zeit-Grenze; das Überschreiten der Null-Zeit (siehe da)

 

O – chem. Formel für Sauerstoff

Oberflächen-Pause (OP), Oberflächen-Intervallzeit (OI) – die zwischen zwei Tauch-Gängen an der Wasser-Oberfläche (auf dem Boot, an Land) verbrachte Zeit; die OP/OI beginnt mit dem Moment des Auftauchens und endet mit dem Moment des nächsten Abstieges

Oktopus-Atmung – Situation, in welcher der Taucher von seinem Tauch-Partner/Buddy „Not-Luft“ bezieht; mögliche Ursachen des Ausfalls der eigenen Luft-Versorgung: Flasche leer !!!, Stufen defekt oder eingefroren, Verlust der Ausrüstung etc.; der Spender versogt den Partner über seinen Oktopus-Automaten oder seinen Haupt-Automaten oder eine evtl. vorhandene unabhängige Luft-Versorgung

Oktopus, Octopus - eine zusätzliche 2. Stufe für Notfälle; meist gelb-farbig gekennzeichnet

OOA – engl.: out of air – keine Luft mehr

OP – Oberflächen-Pause; die tatsächlich zwischen zwei Tauch-Gängen an der Wasser-Oberfläche (auf dem Boot, an Land) verbrachte Zeit; sonst: OP = Operation (Medizin)

OTU – engl.: oxygen toxicity unit / oxygen tolerance unit – die Sauerstoff-Toleranz der Lunge, ab welcher eine Sauerstoff-Toxikose droht/eintreten kann

OWD – engl.: open water diver - Tauch-Ausbildung + Brevetierung (SSI, PADI)

OWSI – engl.: open water scuba instructor – Tauchlehrer-Ausbildung + Brevetierung (PADI)

 

pCO – Formel; bezeichnet den Kohlendioxid-Partial-Druck

PDC – engl.: personal dive computer – Tauch-Computer (des jeweiligen Tauchers)

pelagisch – im freien Wasser lebend; „freies Wasser“ bedeutet hohe See mit Ausnahme der unmittelbaren Küsten-Gebiete

PFO – engl.: patent foramen ovale; openable flap between atria (cf: ASD)

PG – engl.: pressure group – wird zur Berechnung von Wiederholungs-Tauchgängen mit Hilfe von Dekompressions-Tabellen gebraucht

pN₂ max – Formel; bezeichnet den maximal zulässigen Stickstoff-.Partialdruck

pO max – Formel; bezeichnet den maximal zulässigen Sauerstoff-Partialdruck

pO min – Formel; bezeichnet den minimal zulässigen Sauerstoff-Partialdruck

Pony-Flasche – kleine Sauerstoff-Flasche (1-2 Liter) mit eigenständigem Atemregler für Notfälle

PP – engl.: partial pressure – der Partial-Druck

ppO – engl.: partial pressure of oxygen (O₂) – der Partial-Druck von Sauerstoff (O₂)

Pressluft – gereinigte und komprinierte Normal-Luft (Bestandteile: Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Edelgase); der Kompressions-Druck der Pressluft ist vielfach höher als der normale atmosphärische Druck

PTG – Pressluft-Tauch-Gerät; ein Druckluft-Tauch-Gerät

 

RBT – engl.: remeining bottom time – die verbleibende Tauch-Zeit, die einen sicheren Aufstieg ermöglicht; wird teils auch als „Rest-Luft“ bezeichnet

RD – engl.: rescue diver – eine Tauch-Ausbildung + Brevetierung von PADI

RDP – engl.: recreational dive planner – die Nullzeit-Tabelle für Taucher

Rest-Sättigungs-Zeit (RSZ) - Zeit-Zuschlag zur Grundzeit bzw. Zeit-Abzug bei der Nullzeit; die RSZ bezieht bei der Planung von Tauch-Gängen die Übersättigung des Körpers mit Stickstoff aus vorherigen Tauchgängen als (fiktive) Zeit mit ein

RGBM – engl.: reduced gradient bubble model – eine mathemat. Methode/ein mathem. Model, um die Stickstoff-Sättigung von Geweben während einés Tauchganges zu berechnen

RIB – engl.: respiratory minute volumen – das in einer bestimmten Zeit geatmete Luft-Volumen (in Liter/Minute); siehe auch: SAC

RSTC – engl.: recreational scuba training council – ein rtegionales bzw. nationales Nominierungs-Gremium für Tauch-Ausbildungen bzw.: ein Zusammenschluss von Sporttauchausbildungs-Verbänden

RSZ – Rest-Stickstoff-Zeit; die zur vollständigen Entgasung von Stickstoff benötigte Zeit; wird bei der GGZ angerechnet

 

SAC – engl.: surface air consumption – das in einer bestimmten Zeit geatmete Luft-Volumen (in Liter/Minute); siehe auch: RIB

safety first - Grundregel beim Tauchen - niemals leichtsinnig werden !

Schnorchel – gebogenes Rohr zur Atmung; der Schnorchel reicht vom Mund des Benutzers bis zur Wasser-Oberfläche

schnorcheln – das Tauchen mit Maske, Flossen, Schnorchel (ABC-Ausrüstung)

schwimmender Not-Aufstieg – mit den Flossen unterstützter Not-Aufstieg; hierbei wirft der Taucher an der Wasser-Oberfläche seine Blei-Gewichte ab

SCR – engl.: semi closed rebreather – ein halb-geschlossenes Kreislauf-Tauchgerät

SCUBA – engl.: self contained underwater breathing apparatus – Druckluft-Tauchgerät; unabhängiges Unterwasser-Atemgerät

SDC – engl.: submersible decompression chamber – Druck-Kammer, welche unter Wasser betrieben werden kann

SI – engl.: surface interval – Oberflächen-Pause vor einem Wiederholungs-Tauchgang

Sicherheits-Stopp – eine zusätzliche Maßnahme zur Vermeidung von Dekompressions-Unfällen; dabei wird zum Ende eines Tauchganges in ca. 5m Tiefe eine Pause von 5-10 min eingelegt

SMB – engl.: surface marker buoy – Signal-Boje mit Flagge

 

Tauch-Computer – ein elektronisches Instrument zur Berechnung der theoretischen Stickstoff-Sättigung des Körpers, zur Anzeige von Null-Zeit, Dekompressions-Anforderungen, Tauch-Tiefen, Tauch-Zeiten, Aufstiegs-Geschwindigkeiten, Oberflächen-Aufenthalten etc.

Tauch-Gerät: Tauch-Flasche - Vorrats-Behälter für die Tauch-Luft; aus Stahl oder Aluminium

Tauch-Organisationen, Tauch-Ausbildungs-Organisationen – PADI, SSI, Barakuda, CMAS, NAUI, SUSV, VDST, VDTL, VEST, VIT u.a.m.

Tauch-Tabellen – Tabellen, aus welchem der Taucher Informationen für die Planung seiner (Nullzeit-)Tauchgänge entnehmen kann, u.a. seine Stickstoff-Sättigung in Abhängigkeit von

Tauch-Tiefe und Tauch-Zeit

Tauch-Unfälleallgemeine Unfälle: Organ-Versagen (versch. Ursachen), Verletzungen (Brüche, Prellungen, Stiche, Schnitte etc.), Vergiftungen (Tiere, Nahrung, verseuchtes Badewasser, verunreinigte Pressluft etc.), Ersticken (keine Luft, Erbrechen, Wasser in der Lunge, falsche Tauchgas-Mischung etc.), Ertrinken, Unterkühlung, Erfrierung, Hitzschlag, Sonnenstich, Sonnenbrand – siehe: 1.Hilfe !

Tauch-Unfälle – spezielle Unfälle: Baro-Trauma, Tiefenrausch/Essoufflement, Dekompressions-Erkrankung (DCS 1 + DCS 2 - Stickstoff-Embolie) – siehe: 1.Hilfe !

Tauchanzug, Taucheranzug - (einteiliger/mehrteiliger) Anzug, welchen der Taucher vor allem zum Schutz vor Kälte/Auskühlung, Sonnen-Strahlung und Verletzungen (auch durch Quallen) trägt; es gibt Trocken-Tauchanzüge + Nass-Tauchanzüge

Tauchanzug: Nass-Tauchanzug – Anzug aus aufgeschäumten Materialien (v.a. Neopren), welchen der Taucher vor allem zum Schutz vor Auskühlung trägt

Tauchanzug: Trocken-Tauchanzug – Tauchanzug, bei welchem von außen kein Wasser eindringen kann; wasserdichter Reißverschluss etc.; speziell für kältere/kalte Gewässer geeignet; wird kombiniert mit (warmer/wärmender) Unterwäsche

Taucher-Jacket, Tarierjacket, Tauch-Weste – eine Weste mit integrierten aufblasbaren Luft-Taschen bzw. Luft-Kammern; an der Weste können verschiedene Ausrüstungs-Teile befestigt werden können; der Taucher korrigiert/reguliert damit seinen Auftrieb (Tarierung); das Tarierjacket sollte mit oraler + mechanischer Inflator-Funktion sowie einem Schnellablass-Ventil versehen sein

Tauch-Gase – siehe: Pressluft, Nitrox, Heliox ...

TBT – engl.: total bottom time – die totale Grund-Zeit eines Tauchers oder auch eines Ausrüstungs-Gegenstandes

TDT – engl.: total dive time - die totale Tauch-Zeit eines Tauchers bzw. eines Ausrüstungs-Gegenstandes

Tec – engl.: technical diving – technisches Tauchen

TG – Tauch-Gang; das Tauchen, der Aufenthalt unter Wasser

TGZ - Tatsächliche Grund-Zeit; die bei Wiederholungs-Tauchgängen tatsächlich unter Wasser verbrachte Zeit ohne alle Zuschläge (z.B. RSZ)

Tiefe – die geplante/vorgegebene/erlaubte/erreichte Tauch-Tiefe

Tiefenmesser – Instrument zur Anzeige der Wassertiefe aufgrund des herrschenden Druckes

Tiefenrausch, Esoufflement – Stickstoff-Narkose !; tritt hauptsächlich ein bei zu großer Tauch-Tiefe und zu langer Tauchzeit ein; führt zum Verlust des Urteilsvermögens und in Folge dessen zum Tod – siehe: 1.Hilfe !

Tiere: niedere Tiere – Tiere ohne Wirbelsäule

TLTauch-Lehrer; kann andere Taucher ausbilden, leitet Tauch-Anfänger an

Trimix – zusammengesetztes Kunst-Wort aus: Tri (drei) + Mix (Gemisch); ein Atemgas-Gemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium

Trübung – eingeschränkte Sicht unter Wasser durch Sedimente/Plankton

TUP – engl.: time under pressure; time under water – die Zeit, welche zw. Abtauchen und Auftauchen vergangen ist; die Zeit eines Tauch-Ganges

 

Überdehnungs-Verletzungen – Lungen-Verletzung durch Überdehnung; Ursache:Anhalten der Luft beim Aufstieg; Folgen: Pneumothorax, Luft-Embolie, mediastinales Emphysem, subkutanes Emphysem – siehe: 1.Hilfe !

ÜL – Übungs-Leiter

Umgebungsdruck – die Summe aus Luftdruck & Wasserdruck, welche in einer bestimmten Wasser-Tiefe auf den Taucher einwirkt

UW – under water, unter Wasser; meist als Zusatz gebraucht, z.B. Unterwasser-Archäologie, Unterwasser-Fotografie

UW-Manometer, Finimeter – Gerät zur Überwachung des Luftvorrates des Tauchers; das Manometer wird mit einem HD-Schlach an der 1.Stufe des Atemreglers anmontiert

 

VGM – Voll-Gesichts-Maske; spezielle Form der Tauch-Maske

 

WG – Wiederholungs-Gruppe

Wiederholungs-Gruppe – Buchstaben-Wert in den Tauch-Tabellen; der Buchstabe drückt bei der Planung von Wiederholungs-Tauchgängen die Restmenge des sich noch im Körper befindlichen Stickstoffes aus

Wiederholungs-Tauchgang - ist jeder Tauchgang , welcher in einem Zeitraum von 10 Minuten bis 12 Stunden nach dem vorangegangenen Tauch-Gang durchgeführt wird/stattfindet

WOB – engl.: work of breath – die Energie, die zur Atmung/Ein-Atmung einer bestimmten Menge an Atem-Gas benötigt/aufgewendet wird

WRSTC – engl.: world recreational scuba training council – ein internationales Gremium zur Normierung von Tauch-Ausbildungen bzw.: ein Zusammenschluß von Ausbildungs-Verbänden für Sport-Taucher

 

Zeit – die geplante bzw. die zur Verfügung stehende Tauchzeit unter Berücksichtigung vorhergegangener Tauch-Zeiten

ZNS – Zentral-Nerven-System; Sauerstoff wird mit zunehmendem Druck toxisch/giftig und kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen des ZNS führen

Zweit-Automat - eine zusätzliche 2. Stufe (Lungen-Automat); wird auch „Oktopus“ genannt; als Notfall-Ersatz gedacht; siehe: Oktopus, Oktopus-Atmung

Zweite Stufe, 2. Stufe – der mit einem Mundstück versehene Teil des Atem-Reglers, welcher den Mittel-Druck der 1. Stufe auf den jeweiligen Umgebungs-Druck reduziert und bei der Ein-Atmung automatisch Luft spendet; die 2. Stufe wird auch „Lungen-Automat“ genannt; siehe auch: Erste Stufe/1. Stufe