Bunker, Keller, Unterstände

 

 

 

Falls Sie zu den glücklichen Unglücklichen gehören, denen es gelungen ist, am Tag X in einem gut ausgestatteten Bunker zu sitzen, sollten Sie sich fragen: 

Und was passiert, wenn ich meinen Bunker wegen Mangel an Sauerstoff, Wasser, Nahrung oder wegen auftretender Krankheiten verlassen muss ?

 

Es kann einen Monat oder ein halbes Jahr dauern, ein ganzes Jahr, meinetwegen 5 Jahre (toller Bunker!), bis Sie raus müssen - was dann ?

 

Wie sieht es draußen aus, wie ist die Landschaft, gibt es noch andere Überlebende ?

 

In welchem Zustand befindet sich das Ökosystem, wie ist das Klima, wie verseucht sind Luft, Boden und Wasser ? Gibt es Pflanzen + Tiere, wie kann ich hier draußen weiterleben ?

 

Was, wenn Sie gar nicht aus Ihrem Bunker herauskönnen, weil Erd-Verwerfungen, Sandmassen, Gesteinsbrocken, Trümmer aller Art oder Wasser Ihren Eingang-Ausgang versperren ?

 

Dann sollten Sie doch mindestens einen zweiten Ausgang haben, der hoffentlich frei ist.

Wenn nicht, müssen Sie sich etwas einfallen lassen - es ist Ihr Leben.

 

Denken Sie nach, seien Sie kreativ, beraten Sie sich mit anderen - und finden Sie eine der momentanen Situation angemessene Lösung !

 

Hysteriker in Ihrer Runde sollten Sie ruhigstellen - mit Worten oder mit Taten; reden, fesseln, bewachen. Natürlich ist jeder in einer solchen Situation aufgeregt, eventuell in Panik - aber das steht einer konstruktiven Lösung im Wege !

Ein Panikmacher kann blitzschnell alles zunichte machen, was Sie sich aufgebaut haben.

Ebenso jemand, der das Kommando übernehmen will.

 

Behandeln Sie Männer und Frauen gleich, egal in welcher Situation - bleiben Sie gelassen und bedenken Sie alles in Ruhe, es wird Ihnen schon etwas einfallen.

 

Wenn Sie viel Geld haben, können Sie sich einen gut hergerichteten Schutzraum (auch Bunker genannt) leisten.

Bauen Sie ihn aber erst nach einer eingehenden geologischen Untersuchung des Gebietes, in dem Sie überleben wollen - es wäre großes Pech, wenn unter Ihnen alte Stollen einbrechen würden und Sie mit in die Tiefe reißen.

 

Wenn Sie ein Allrounder sind, richten Sie Ihren Bunker nur für sich und Ihre Familie ein - Sie brauchen dann keinen anderen mitnehmen.

  • Was aber, wenn Ihr Wurmfortsatz zwickt und behandelt werden möchte ?

  • Was aber, wenn Sie Ihre Wasser-Pumpe oder Lüftung nicht allein reparieren können ?

  • Was aber, wenn Sie keine Ahnung von Landwirtschaft haben ?

  • Was, wenn sich durch Atmung, Essen kochen, Körperpflege … viel Wasserdampf bildet, eine gute Voraussetzung für Schimmelpilze aller Variationen ?

  • Was, wenn das Virus/das Bakterium, vor dem Sie geflüchtet sind, von Ihnen selbst oder jemand anderem unwissentlich eingeschleppt wurde und alle krank werden ?

 

Und: Schon mal was von Bunkerkoller gehört ? Informieren Sie sich – lange vorher.

 

Überlegen Sie sich, ob Sie nicht ein Team bilden wollen: der eine kann dies, der andere kann das, der nächste wiederum ist in jenen Dingen gut.

 

Mischen Sie (als Organisator) einen Geldbeschaffer/Finanzier, einen Kreativen und einen Ideen-Umsetzer, dann kann außer der Tatsache, dass Sie dem Kreativen geistig nicht schnell genug folgen können, fast gar nichts mehr schief gehen.

Nehmen Sie aber keine Junkies, Alkoholiker, Choleriker, Rechthaber, Narzisten und andere schwierige Zeitgenossen in Ihr Team - sonst ist alles schneller kaputt als aufgebaut.

 

Planen Sie Ihr Projekt gut und setzen Sie es um - mit aller Konsequenz und Zielstrebigkeit, welche dazu nötig ist.

 

Und falls Sie Anregungen o.ä. benötigen: das BBK/Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat einige einfach zu lesende Broschüren/Bücher erstellt, welche Sie kostenlos von dort beziehen können, z.B. … 

 

• … Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ (46 Seiten) und ähnliche

• … „Bautechnische Grundsätze für Hausschutzräume“ (105 Seiten incl. Bau-Zeichnungen)

• … „Katastrophenmedizin“ (492 Seiten incl. CD und Check-Listen-Klappe) . u.a.m.

 

 

Natürlich gibt es auch spezialisierte Firmen, welche Ihnen einen hochmodernen Bunker bauen können – kostet natürlich. Aber wenn Sie es übrig haben ...

 

Bedenken Sie jedoch, dass somit noch etliche Menschen mehr wissen, wo sich Ihr Bunker befindet

Geheimhaltungs-Vereinbarungen sind im Zeitalter der Computer, Satelliten und Drohnen manchmal kaum das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden.

 

 

siehe auch: Tornado-Shelter